Montag, 23. Mai 2016

Mehr als Malalas Geschichte (Rezension)


Titel: Malala – Meine Geschichte
Originaltitel: I am Malala. How one girl stood up for education and changed the world
Autor: Malala Yousafzai mit Patricia McCormick
Seitenanzahl: 227 Seiten
Erscheinungdatum: 24.9.2015
Verlag: Fischer KJB
 
Inhalt:
Malala ist gerade mal zehn Jahre alt, als die Taliban das Swat-Tal besetzten, die mehrere Mädchenschulen schließen und bombardieren. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, sondern steht für das Recht auf Bildung auf.
Selbst als sie 2012 angeschossen wird und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wird, kämpft sie weiter. Mit diesen Taten wird sie ein weltweites Vorbild und bekommt zu Recht den Friedensnobelpreis 2014.
Malala erzählt ihre Geschichte während des Angriffs, dem Tag als sie in den Kopf geschossen wurde, die Zeit im Krankenhaus und ihrer Rede an ihrem 16. Geburtstags vor den Vereinten Nationen.


Meine Meinung:
Durch den Erhalt des Friedennobelpreises trat Malala und ihre Geschchite immer mehr in die Öffentlichkeit, doch was ihr genau wiederfahren ist, wissen die wenigsten. Dass diese Geschichte nun auch noch aus der Sicht ihrer selbst geschrieben ist, macht das Buch besonders eindrucksvoll.
Das Buch ist mehr als nur Malalas Geschichte. Es ist auch eine Aufforderung für seine Rechte einzustehen und für sie zu kämpfen.
Für das Buch habe ich mehrere Wochen gebraucht, nicht weil es langweilig geschrieben ist, sondern weil ich die Zeit gebraucht habe die Ereignisse zu verarbeiten. Man kann dieses Buch nicht wie einen leichten Liebesroman innerhalb kürzester Zeit lesen,dafür ist der Stoffinhalt zu bedrückend und nachdenklich. Es ist eine schreckliche, aber auch gleichzeitig bewundernswerte Geschichte einer tapferen jungen Frau, die für sich und alle benachteiligten Mädchen kämpft und sich mehr traut als viele Erwachsene.
Dadurch wird man in die Situation in Pakistan, als die Taliban trotz eines Friedensabkommens das Swat-Tal übernehmen, alle Mädchenschulen geschlossen und teilweise sogar bombardiert werden, hineinversetzt.
Man merkt in dem Buch an, dass Malala gut mit Worten umgehen kann, denn das Buch ist sehr gut geschrieben. Zudem wird die Geschichte mit Bildern aus Malalas Leben illustriert.
Dadurch wächst die Bewunderung für diese junge Frau noch mehr, denn man bekommt nicht die Informationen und Taten von den Medien, sondern von ihr selbst. Was eben der Wahrheit entspricht und nicht verschönert wurde. Zudem merkt ma, dass Malal auch ein ganz normales Mädchen ist, dass Bücher liest, Schauspieler und Sänger anhimmelt und sich nicht nur Gedanken um die Rechte von Mädchen macht.
Das Buch endet wider den Erwartungen nicht mit ihrer Rede an ihrem 16. Geburtstag vor den Vereinten Nationen, sondern mit einer Glossar und einer  Zeittafel, die die Ereignisse in Pakistan und im Swat-Tal chronologisch darstellt. Eine sinnvolle Ergänzung, um ihren Erzählungen folgen zu können. Der 12. Juli, Malalas Geburtstag, wurde von den Vereinten Nationen zum Malala-Tag ernannt und ist dafür da für das Recht auf Bildung zu erinnern.  In ihrer Rede fordert sie nochmals auf für das Recht auf Bildung für alle Menschen zu kämpfen.



Zitate aus ihrer Rede:
“Malala Day is not my day. Todayis the day of every woman, every boy and every girl who have raised their voice for
their rights.”
("Der Malala-Tag ist nicht mein Tag, heute ist der Tag jeder Frau, jedes Jungen und jedes Mädchens, die ihre Stimme für ihre Rechte erhoben haben.")


“So let us wage a global struggle against illiteracy, poverty and terrorism, let us pick
up our books and our pens, they are our most powerful weapons. One child, one
teacher, one book and one pen can change the world. Education is the only solution.
Education first.”
("Also lasst uns einen weltweiten Kampf wagen, gegen Analphabetismus, Armut und Terrorismus, lasst uns unsere Bücher und Stifte holen, sie sind unsere stärksten Waffen. Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern. Bildung ist die einzige Lösung. Bildung zuerst.")
 
Fazit:
Ein Buch, das ich jedem ans Herz lege, denn es zeigt, dass man alles erreichen kann, solange man daran glaubt.

 


1 Kommentar:

  1. Das Buch bzw. einfach auch das Mädchen fand/finde ich auch wahnsinnig beeindruckend!

    LG,
    Tanja

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