Freitag, 14. Juli 2017

Eine Farm im idyllischen Vermont - Rezension

Autor: Sarina Bowen
Titel: True North. Wo auch immer du bist
Genre: Roman
Seitenanzahl: 379 Seiten
Erscheinungsdatum: 24.4.2017
Verlag: LYX (Bastei Lübbe)
Preis: 12,99 €(TB), 9,99€ (Ebook)


Inhalt:

Als Audrey Kidder der finstere Blick von Griffin Shipley trifft, weiß sie sofort, dass ihr Auftrag in Vermont schwieriger wird als gedacht. Doch sie hat keine Wahl: Wenn sie ihren Job behalten will, muss sie Griff davon überzeugen, seinen preisgekrönten Cider zum halben Preis zu verkaufen. Eine harte Nuss, denn der Bio-Farmer ist nicht nur ausgesprochen stur – und unheimlich attraktiv –, sondern seit ihrer heißen Affäre am College auch nicht besonders gut auf Audrey zu sprechen. Und dass sich Audrey in Griffs Nähe augenblicklich so zu Hause fühlt wie nirgends sonst auf der Welt, macht die Sache alles andere als einfach



Meine Meinung:
 
Ich finde das Cover sehr schön gestaltet, da es Vermont und den Handlungsort darstellt und trotzdem sehr schlicht gestaltet ist. Die Oberfläche ist eher rau und natürlich, erinnert dadurch an Bäume und die Plantage.

Geschrieben ist es aus Griffins (der Name ist schon mal witzig-genial) und Audreys Sicht, also zwei Ich-Erzähler. Das finde ich gut, da man im Kopf der Charaktere ist, aber trotzdem nicht nur von einem Charakter.

Audrey fand ich am Anfang nicht ganz so sympathisch, sie wirkte etwas arrogant und stur. "Grummel-Griff", wie Audrey ihn nennt, passt wirklich. Aber ihn mochte ich von Anfang an, da er sich um seine Familie kümmert, selbstlos ist und wer mag einen jungen, gutaussehenden Farmer nicht. Er ist nicht mehr der typische Badboy der er vor ein paar Jahren an der Uni war und wie Audrey ihn kennen gelernt hat, sondern hat sich zu einem selbstbewussten jungen Mann entwickelt, der seine Prioritäten nun wo anders setzt.
Griffs Familie ist wirklich zum Dahinschmelzen, auch wenn ihnen etwas schreckliches passiert ist, halten sie so gut zusammen und man spürt die Lebensfreude, Liebe und Leidenschaft zur Farm. Man fühlt sich sofort wohl und als gehöre man auch zur Familie.
Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet, haben einen vorstellbaren Charakter und lassen auf einen guten zweiten und dritten Teil hoffen.

Der Handlungsort ist ein Traum. Er spiegelt nicht das typische Bild von Amerika mit Hochhäusern, Malls und gestresste Menschen überall und zu jeder zeit wider, sondern eine ländliche Landschaft mit kleinen Dörfern, wo jeder jeden kennt, einem Wochenmarkt, wo die Ernte verkauft wir und kleinen Pensionen.


Bowens Schreibstil ist grandios. Leicht und flüssig zu lesen, aber trotzdem Gefühle weckend und teilweise auch spannend. Die Szenen waren logisch aneinander gereiht, auch im Bezug auf den Sichtwechsel, und gut ausgearbeitet. Die ein oder andere Szene hätte man wegen lassen können, wie die Schlachtung (ich als Vegetarier fand das nicht so appetitlich). Besonders die Gegensätze in dem Buch, die Griffin und Audrey betreffen, verdeutlichen die Konflikte in der Beziehung der beiden. Aber sie finden mit der Zeit, dann doch heraus, dass sie einiges gemeinsam haben. Der Humor ist so genial, ich habe mich teilweise 10 Minuten kaputt gelacht.

Auch die gesamte Story ist unglaublich toll, auch wenn klar ist, dass die beiden ein Happy End haben.


Fazit:

Ein schöner Roman, in einer idyllischen Landschaft, mit unterschiedlichsten Charakteren und einer gut geschriebenen Story.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen